13.10.2014 Montag  Kitebuggypiloten fahren 3.750,- Euro für neues DLRG-Fahrzeug ein

Spendenübergabe am Ordinger Strand: (v.l.n.r) Jens Ball (GPA) mit Kathrin Töpke, Nils Stauch und Gabriele Frauen-Berens (DLRG St. Peter-Ording)

Der Volkswagen Amarok, ausgestattet mit Seilwinde, Heckauszügen, LED-Blaulicht, Funkanlage und vielen Extras...

Kitebuggypiloten am Strand von St. Peter-Ording

Kitebuggy-Taxi des Hamburger Kiterstammtisches am Strand von St. Peter-Ording

Zum Jahresanfang standen die Retter der DLRG St. Peter-Ording e.V. vor einem nahezu unüberwindbaren Problem. Den Ehrenamtlern waren fast zeitgleich zwei Allrad-Einsatzfahrzeuge ausgefallen und es wurde dringend geeigneter Ersatz benötigt. Die finanzielle Situation des gemeinnützigen DLRG-Ortsvereins erlaubte es, kurzfristig ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen und es mit allem Nötigen, wie Blaulicht, Funk und Halterungen für die Medizintechnik zu versehen. Um das zweite Fahrzeug zu ersetzen, war in der Kasse kein Geld mehr übrig und so wurde ein Spendenaufruf auf der Internetseite des Vereins gut sichtbar platziert. Wenige Tage später war man in der Werkszentrale bei Volkswagen Nutzfahrzeuge auf der Suche nach einem möglichen Projektpartner für den Aufbau eines Rettungsfahrzeugs und stieß durch Zufall im Internet auf den Spendenaufruf aus St. Peter-Ording. Kurzerhand wurde die DLRG St. Peter-Ording kontaktiert und erste Ideen für das Fahrzeug zusammengestellt. Nach mehreren Treffen und zahlreichen Dingen die es zu berücksichtigen galt, konnten Nils Stauch, Kathrin Töpke und Hendrik Hinz Anfang Mai auf der Rettungsdienstmesse „RETTmobil“ in Fulda das fertiggestellte Fahrzeug erstmals in Augenschein nehmen. Entstanden ist ein innovatives Spezialfahrzeug auf Basis des 180 PS starken „VW Amarok Canyon“. Im Heck verbergen sich gut ausgestattete Auszüge, die es den Rettern erlauben, im Einsatz von allen Seiten schnell ihr Material entnehmen zu können. „Ausgerüstet mit modernster LED-Technik, Arbeitsbeleuchtung, Geländefahrwerk, Seilwinde und vielen Extras hat sich der Amarok in zahlreichen Einsätzen am Strand und im Ort bereits bewähren können“, so Nils Stauch, Technischer Leiter Einsatz der DLRG St. Peter-Ording. „Selbst mit schweren Motorrettungsbooten die durch den feinen Strandsand gezogen werden mussten, hatten wir das Gefühl, dass noch Sicherheitsreserven übrig sind. Auch die Seilwinde ist mehrfach erfolgreich zum Einsatz gekommen, z.B. als sich mehrere Krankenwagen mit Patienten an Bord am Strand festgefahren hatten und sonst nur noch ein Traktor hätte helfen können“, so Stauch weiter. „Der DLRG St. Peter-Ording ist das Fahrzeug noch bis Anfang Januar 2015 zur Verfügung gestellt. Danach wird ein Gutachter den Restwert ermitteln und wir erfahren, welchen Preis dieses einmalige Fahrzeug am Ende haben wird. Was wir absolut unterschätzt haben, ist der Aspekt, dass es sich bei diesem Fahrzeug um einen absoluten Hingucker handelt, der von Gästen wie von Einheimischen als echter Sicherheitsgewinn wahrgenommen wird. Viele haben deshalb dafür gespendet. Das Interesse an dem Fahrzeug ist auch außerhalb des Ortes groß. So bekommen wir Anfragen von Rettungsorganisationen aus ganz Deutschland zu diesem Projekt, auch bei Veranstaltungen kommen wir regelmäßig ins Gespräch“, erklärt Nils Stauch. Unterstützung bei diesem Vorhaben erhält die DLRG St. Peter-Ording auch von der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording die die diesjährige Spendensammlung beim Benefizkonzert mit der Big Band der Bundeswehr in St. Peter-Ording zugunsten der Anschaffung des Fahrzeugs möglich machte. Zahlreiche Hotel- und Gewerbebetriebe, ebenso wie Privatpersonen haben bereits für dieses Projekt gespendet.

Auch die German Parakart Association (GPA) e.V., die mit mehr als 2.500 Mitgliedern zu einem der größten ortsansässigen Vereine St. Peter-Ordings zählt, konnte als Unterstützer für das Projekt gewonnen werden. Die Kitebuggyfahrer, die aus ganz Deutschland nach St. Peter-Ording kommen, um hier ihren Sport auszuüben, haben für die DLRG St. Peter-Ording in insgesamt drei Aktionen weiteres Spendengeld eingeworben. So sind die Buggypiloten während des 24-Stunden Buggyrennens insgesamt 18.730 Kilometer über den Strand gefahren. Die GPA und ortsansässige Firmen spendeten dabei Beträge für die Anschaffung des VW Amarok, deren Höhe von der zurückgelegten Strecke abhing. Damit nicht genug, die GPA veranstaltete unter Federführung des Hamburger Kiterstammtisches zwei weitere Aktionen, in denen interessierte Gäste gegen eine freiwillige Spende bei einem erfahrenen Kitebuggypiloten mitfahren konnten. „Für Buggyneulinge wieder eine super Gelegenheit den Buggysport kennenzulernen und für uns eine Möglichkeit die DLRG St. Peter-Ording bei diesem wichtigen Projekt zu unterstützen“, so Jens Ball, Präsident der GPA. Bei diesen drei Aktionen der GPA kam eine Gesamtspendensumme in Höhe von 3.750,- Euro für das DLRG-Fahrzeug zusammen, die Jens Ball anlässlich der Kitebuggy-Meisterschaftsläufe am ersten Oktoberwochenende an die DLRG übergeben konnte. „Dank der großartigen Unterstützung der GPA, sind wir nun ein ganzes Stück zuversichtlicher geworden. Wir benötigen jedoch noch weitere Spenden um das Fahrzeug dauerhaft in St. Peter-Ording behalten zu können“, so Nils Stauch.

Kontoverbindung für Spenden:
DLRG St. Peter-Ording e.V.
IBAN: DE21 2175 0000 0045 0017 32
BIC: NOLADE21NOS (Nord-Ostsee Sparkasse)
Verwendungszweck: Spende Rettungsauto
Für eine Spendenbescheinigung bitte die Postadresse mit angeben!

Kategorie(n)
Spenden

Von: DLRG-SPO

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