26.05.2015 Dienstag  Bericht zur Jahreshauptversammlung der DLRG St. Peter-Ording

Die Jahreshauptversammlung im Neubau der DLRG St. Peter-Ording

Die Helfer der DLRG St. Peter-Ording sind für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe 2013 geehrt worden

Der Vorstand der DLRG St. Peter-Ording gemeinsam mit dem Vorsitzenden der DLRG Nordfriesland und dem Vizepräsidenten des DLRG Landesverbandes SH

Noch ist das neue Rettungs- und Ausbildungszentrum der DLRG St. Peter-Ording eine Baustelle, aber alle freuen sich schon auf den Umzug vom Böhler Weg in die Bövergeest. Zur Jahreshauptversammlung hatte man bereits dorthin eingeladen. So konnte man schon einmal einen ersten Eindruck vom künftigen Domizil gewinnen. Vorsitzender Johann Stauch drückte mit dem Dank an Gemeinde und Tourismus-Zentrale für die seit Jahrzehnten bestehende gute partnerschaftliche Zusammenarbeit seine Freude so aus: „Ganz besonders danken wir dafür, dass uns dieses schöne Grundstück zur Verfügung gestellt wurde. Erst mit der neuen, zeitgemäßen Unterkunft haben wir die Möglichkeit, unseren immer stärker geforderten Einsatzbereich weiter zu entwickeln.“ Möglich geworden ist die Verwirklichung dieses ehrgeizigen Projektes durch die finanzielle Förderung vom Kreis Nordfriesland und vor allem auch, dass zahlreiche DLRG-Mitglieder bereit sind, in ihrer Freizeit Eigenleistungen beim Innenausbau zu erbringen. Die offizielle Einweihung des neuen Funktionsgebäudes ist für den Spätsommer angedacht.

Wie umfangreich das Aufgabengebiet der DLRG St. Peter-Ording ist, machten die Berichte von Johann Stauch, der stellv. Vorsitzenden Gabriele Frauen-Berens, von Wolfgang Bury (Schatzmeister), Nils Stauch (Technischer Leiter Einsatz),  Kathrin Töpke (Technische Leiterin Ausbildung), Sören Hesselbarth (Technischer Leiter Gerätewesen), Hendrik Hinz (medizinische Ausrüstung) und Dr. Sigurd Schlensker (Gliederungsarzt) in ihrer Gesamtheit erst so recht bewusst: Wöchentliches Schwimmtraining für bis zu 150 Mitglieder, Schwimmausbildung von 76mal Abzeichen Seepferdchen, sowie 42mal Bronze und 27mal Silber in der Jugendschwimmausbildung, jeweils 9 Rettungsschwimmer Bronze und Silber (16 Goldprüfungen stehen dieses Jahr an), an 60 Tagen wurde Sanitätsdienst auf großen und kleinen Veranstaltungen geleistet, 48 First Responder Einsätze, 12 Wasserrettungsnotfälle und über 100 Personen wurden in der Ersten Hilfe ausgebildet. Für dies alles ist zu dem großen ehrenamtlichen Engagement ein großer finanzieller Aufwand erforderlich. Die DLRG St. Peter-Ording finanziert sich ausschließlich aus den Beiträgen der 290 Mitglieder, Spenden und freiwilligen Zuwendungen. Sämtliche Spenden finden zu 100 Prozent für die satzungsgemäßen Aufgaben der DLRG St. Peter-Ording Verwendung. In 2014 waren es u.a. gut 30.000 € für das Projekt „Rettungsauto“. Für diese Unterstützung dankte Johann Stauch sehr und hofft nun, dass das diesjährige Benefizkonzert mit der Big Band der Bundeswehr am 29. Mai auf der Buhne dazu beitragen wird, damit das von Volkswagen im letzten Sommer zur Verfügung gestellte Fahrzeug vom Typ „Amarok Canyon“ dauerhaft in St. Peter-Ording bleiben kann.

An 24 Stunden am Tag - 365 Tage im Jahr sind die Rettungsschwimmer der DLRG St. Peter-Ording einsatzbereit, um Menschenleben zu retten. Insgesamt 60 Alarmierungen zu unterschiedlichen Einsätzen am Strand und im Ort verteilten sich über das gesamte Jahr 2014. Wattwanderer und Kitesurfer gerieten auch außerhalb der Badesaison am Strand in Not. Mehrfach galt es, in den späten Abendstunden vermisste Personen am kilometerlangen Strand zu finden. Ein Wattwanderer konnte im Januar leider nur tot geborgen werden (wir berichteten). Zu einem Einsatz war die DLRG im Rahmen der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Kreises Nordfriesland alarmiert worden, als ein Ausflugsschiff gegen den Anleger der Insel Amrum fuhr und sich dabei zahlreiche Personen verletzten. Im aktuellen Jahr ist die Einsatzgruppe bereits 24-mal alarmiert worden. Darunter fallen einige Wasserrettungen, aber auch der schwere Verkehrsunfall, bei dem ein PKW Anfang April in eine Menschenmenge gefahren ist, sowie der Busunfall im Ortsteil Ording letzte Woche und der schwere Bahnunfall in Garding vor wenigen Tagen.- Die DLRG St. Peter-Ording verfügt außer medizinisch sehr gut ausgebildeten und erfahrenen Mitgliedern  über einen vollständig ausgestatteten Allrad-Rettungswagen, der im Bedarfsfall auch außerhalb der Ortsgrenzen eingesetzt wird.

Einstimmig verliefen die Vereinsregularien. Gabriele Frauen-Berens, Dr. Sigurd Schlensker und Christel Kunze (Schriftführerin) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Für den Jugendvorstand stehen Mirja Perleberg und Frederike Hansen. Für die Schwimmausbildung lassen sich derzeit von den Jugendlichen Anastasia Faut, Emily Eberhardt, Bente Kleinert , Amelie Herrmann und Calvin Muthmann ausbilden. Cornelia Möller und Inge Grimsmann sowie in Vertretung Mareyke Hansen sind Kassenprüferinnen.

Grußworte gab es vom Kreisvorsitzenden der DLRG Nordfriesland Jens Christiansen und vom Vizepräsidenten des Landesverbandes Schleswig-Holstein Uwe Lensch. Beide konnten sieben Mitglieder mit der Einsatzmedaille für die Fluthilfe 2013 beim Elbehochwasser in Sachsen-Anhalt Bereich Magdeburg und der zugehörigen von Innenminister Thomas de Maiziere unterzeichneten Urkunde ehren. Geehrt wurden Cornelia Möller, Johann und Nils Stauch. Die Mitglieder Mario Mommens, Dennis Köhne, Gerrit Kumm und Thorben Hoops, die aus beruflichen Gründen nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen konnten, werden Medaille und Urkunde jeweils persönlich von ihrem Vorsitzenden erhalten.

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Von: Hans Jörg Rickert

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